| Shaykh Muhammad Saleem Dhorat | |
| Mufti Muhammad Yunus Bullinger | |
| 2026 |
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Über das Buch
Über das Buch „Die Reinigung der Seele – Eine außergewöhnliche Erläuterung“
Was macht den Menschen aus – Körper oder Seele? Anhand einprägsamer Gleichnisse erklärt Ḥaḍhrat Mawlānā Muhammad Saleem Dhorat Sahib, wie die Seele erkrankt, was ihre Nahrung und was ihre Medizin ist und welche drei Dinge zur Reinigung des Herzens unerlässlich sind.
Dieses Büchlein ist die deutsche Übertragung eines Vortrages, den Schaykhul-Ḥadīṯh Ḥaḍhrat Mawlānā Muhammad Saleem Dhorat Sahib (dāmat barakātuhum) im Rabīʿul-Awwal 1437 (Dezember 2015) in der Al-Falah Academy in Lusaka (Sambia) im Rahmen einer Iṣlāḥī Majlis – einer Sitzung zur spirituellen Rektifikation – gehalten hat.
Ausgangspunkt ist eine schlichte, aber folgenreiche Feststellung: Von Körper und Seele ist die Seele das Wesentliche. Der Körper trägt sie lediglich durch diese Welt – so wie ein Briefumschlag einen Scheck trägt, den man am Ziel herausnimmt, während der Umschlag weggeworfen wird. In außergewöhnlich anschaulicher Weise erläutert Ḥaḍhrat, dass Allāh Taʿālā den Menschen mit zwei natürlichen Veranlagungen ausgestattet hat – den Gelüsten und dem Zorn –, die in sich große Gnaden sind und erst dann zur Krankheit werden, wenn sie das Mittelmaß überschreiten. Genau hier setzt der Taṣawwuf an: Die guten Taten sind die Nahrung der Seele, die Sünden ihr Gift, die vom Schaykh verschriebenen Maʿmūlāt die Medizin, der Schaykh selbst der Arzt und die Chānqāh das Krankenhaus.
Aus diesem Gleichnis entwickelt der Vortrag ein klares, praktisch umsetzbares Programm aus drei unerlässlichen Bestandteilen: Mujāhadah (Anstrengung), die Einhaltung der Maʿmūlāt und die Ṣuḥbah (Gesellschaft) des Schaykhs. Ergänzt wird dies durch bewegende Begebenheiten aus dem Leben der Maschā’ich sowie durch die tröstliche Feststellung, dass auch in unserer Zeit kein Mangel an Awliyā’ herrscht – Mangel herrscht allein an unserem Ehrgeiz.
Das Werk enthält Vorworte von Ḥaḍhrat Mawlānā Muḥammad Qamruz-Zamān Sahib Ilāh Ābādī und Ḥaḍhrat Mawlānā Muḥammad Ayyūb Sūrtī Sahib (dāmat barakātuhumā). Es richtet sich an jeden, der sich um die Rektifikation seines Inneren sorgt – an Anfänger auf dem Weg ebenso wie an jene, die bereits Bayʿah geleistet haben.
Über den Autor
Schaykhul-Ḥadīṯh Ḥaḍhrat Mawlānā Muhammad Saleem Dhorat Sahib (dāmat barakātuhum) wurde am 7. November 1962 in Bhoria, einem kleinen Dorf in Indien, geboren. Im Jahr 1973 kam er im Alter von elf Jahren nach England, wo sein Vater, Ḥāfiẓh Ibrāhīm Dhorat (raḥimahullāh), als Imām in Leicester tätig war. 1980 nahm er das Studium der islamischen Wissenschaften am Darul Uloom Al-ʿArabiyyah Al-Islāmiyyah in Bury (Lancashire) auf – damals die einzige Einrichtung dieser Art in Großbritannien – und schloss es mit Auszeichnung ab. Anschließend unterrichtete er dort fünf Jahre lang unter anderem Ḥadīṯh, Fiqh und arabische Grammatik.
1991 gründete er in Leicester die Islamic Daʿwah Academy (IDA), die zunächst von seinem Elternhaus aus arbeitete und heute ein international bekanntes Institut für Lehre, Erziehung und Daʿwah ist. Zu ihr gehören unter anderem die Jāmiʿah Riyāḍul ʿUlūm, in der er selbst Ṣaḥīḥul-Buchārī unterrichtet, sowie die seit den Anfangsjahren erscheinende Monatszeitschrift „Riyāḍul Jannah“. Er ist Verfasser zahlreicher Schriften und hält weltweit Vorträge, in denen der Schwerpunkt auf der Anbindung an die Sunnah, der Erziehung der muslimischen Jugend im Westen und vor allem auf der Tazkiyah – der Reinigung der Seele – liegt.
Über den Übersetzer
Mufti Muhammad Yunus Bullinger (geboren 1992) lebt derzeit in München und ist als Imām, Chaṭīb und Religionslehrer in Münchner Moscheen tätig. In jungen Jahren reiste er nach England, um an einer traditionellen islamischen Madrasah den Islām zu studieren. Dort legte er das Ḥifẓh ab und absolvierte ein achtjähriges Studium in verschiedenen islamischen Wissenschaften und der arabischen Sprache. Anschließend studierte er weitere drei Jahre in Südafrika und Indien, um sich in den Fiqh- und Hadith-Wissenschaften zu spezialisieren. Von seinen Lehrern erhielt er auch die traditionelle Ijāzah (Erlaubnis) in den verschiedenen islamischen Wissenschaften. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland hat er es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, islamische Literatur für Muslime zu übersetzen und zu verfassen.